Was ist Hornhaut

Da unser Fuß starken Belastungen ausgesetzt ist, ist die dortige Haut um ein Vielfaches dicker. Verschiedene Faktoren können zu Verhornungen oder Schwielen, gemeinhin Hornhaut genannt, führen.

Hyperkeratosis im Querschnitt

Die Haut benötigt Feuchtigkeit um geschmeidig und widerstandsfähig zu bleiben. So ist sie vor äußeren Einflüssen, Druck und Reibung geschützt. Verliert die Haut an Feuchtigkeit, wird sie trocken und rissig. Durch diesen oft altersbedingten Feuchtigkeitsverlust sowie durch Druck oder Reibung beim Tragen von schlecht passenden Schuhen kann im Laufe der Zeit die sogenannte Hornhaut entstehen: unschöne Verhornungen und Schwielen.

Medizinischer Hintergrund

Bei Hornhaut (medizinisch: Callus) handelt es sich um verdickte Bereiche der Haut, die meistens an Fußsohlen und Fersen auftreten. Hornhaut bildet sich dann, wenn die Haut über längere Zeit Druck und Reibung ausgesetzt ist. Die Epidermis, die äußere Hautschicht, reagiert darauf mit vermehrter Hornhautbildung (medizinisch: Hyperkeratosis).

Fußhaut-Querschnitt mit Hyperkeratosis
Querschnitt der Fußhaut mit Hyperkeratosis (Übermäßige Verhornung der obersten Hautschicht)

Am häufigsten tritt Hornhaut an den Fußsohlen auf - aber auch Handflächen und Finger können betroffen sein – wo sie sich als gelbliche Verdickung der Haut äußert. In den meisten Fällen ist Hornhaut nicht schmerzhaft. Bei übermäßigem und ständigem Druck kann es aber zu Beschwerden und der Bildung von Rissen kommen.

Das Stratum corneum (cornea = Hornhaut/lat.) ist die oberste Schicht der Epidermis. Zwischen den Hornzellen (Korneozyten) liegen die epidermalen Lipide. Die Hornschicht – insbesondere deren unteres Drittel – bildet die Permeabilitätsbarriere, die eigentliche Barriereschicht, die die Haut gegen äußere Faktoren und vor ihrem natürlich einsetzenden Feuchtigkeitsverlust schützt.

Gerade an den Fußsohlen, insbesondere im Ballen- und Fersenbereich ist die Hornschicht, die äußere Schicht unserer Haut, stärker ausgeprägt als am übrigen Körper und kann so die darunterliegenden Gewebeschichten vor Belastung und äußeren Einflüssen schützen. Hornhautbildung ist also eine normale Schutzreaktion der Haut. Sie kann aber bei stärkerer Ausprägung nicht nur als kosmetisch-störend empfunden werden sondern auch zu Problemen wie schmerzhaften Einrissen führen.

Warum bildet sich verstärkt Hornhaut?

Hornhaut am Fußballen
Hornhaut am Fußballen

Trockene Haut und die Bildung von Hornhaut wird als eines der häufigsten Fußprobleme überhaupt angegeben, insbesondere von Frauen. Begünstigt wird Hornhautbildung durch trockene Haut und eine gestörte Hautbarriere. Ursache für eine vermehrte Hornhautbildung an den Füßen ist in der Regel ungeeignetes bzw. unbequemes Schuhwerk, vor allem, wenn man darin lange steht und geht. Besonders betroffen sind die Fersen, die Ballen und die seitlichen Fußränder.

Die Neigung zu trockener Haut, verstärkt sich mit dem Alter. Sie kann aber auch mit Erkrankungen wie Diabetes zusammenhängen. Hier gehört trockene Haut zu den typischen Begleiterscheinungen.

Auch wer unter Fußfehlstellungen wie Senk- und Spreizfuß leidet oder eine Disposition zu Hammerzehen, Fersensporn oder Hallux valgus hat, ist besonders anfällig für die Entstehung von Hornhaut, außerdem für daraus oft resultierende Hühneraugen. Hier ist eine besondere Fußpflege angeraten.

Welche Probleme bringen hartnäckige Verhornungen mit sich?

Die Hornhaut äußert sich als gelbliche Verdickung der Haut. Ästhetisch nicht schön, aber in den meisten Fällen ist sie nicht schmerzhaft. Aber je dicker und ausgeprägter die Hornschicht wird, desto mehr wird sie als störend sie empfunden. Nicht nur aus ästhetischen Gründen: Eine mögliche Folge kann sein, dass sie einreißt und schmerzhafte Schrunden ausbildet, die bis in die tieferen Hautschichten reichen können.

Darüber hinaus haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Schrunden sowie eine Tendenz zu starker Bildung von Hornhaut, die sanft entfernt werden sollte.